Bis zum 31.12.2004 wurden gesetzliche Renten mit dem Ertragsanteil besteuert, der sich nach dem Alter des
Rentners bei Rentenbeginn richtete. Seit 2005 sind gesetzliche Renten mit einem bestimmten Prozentsatz
steuerpflichtig (Besteuerungsanteil). Die Höhe des Prozentsatzes ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns.
In 2005 betrug er 50% und steigt seit dem jährlich. Wer beispielsweise ab 2012 eine gesetzliche Rente bezieht,
hat einen Besteuerungsanteil in Höhe von 64%, so dass 36% steuerfrei bleibe. Der entsprechende steuerfreie
Betrag der gesetzlichen Rente wird im Beispiel aus der Jahresrente des zweiten Rentenbezugsjahres 2013 ermittelt
und bleibt unverändert. Dieser feste "Steuerfreibetrag" wird zukünftig bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Jahresanteils der gesetzlichen Rente abgezogen.

Die Neuregelung der Rentenbesteuerung bedeutet nicht zwangsläufig, dass die erhaltene Rente zu versteuern ist.
Denn von dem steuerpflichtigen Jahresanteil der Rente können Werbungskosten und Sonderausgaben abgezogen
werden. Als jährliche Werbungskosten werden ohne Nachweis höherer Kosten pauschal € 102 berücksichtigt. Zu 
den Sonderausgaben gehören Beiträge zur Kranken- und Pflegversicherung sowie andere Beiträge, wie zum
Beispiel zur Haftpflicht- und Unfallversicherung. Darüber hinaus kann der Abzug von außergewöhnlichen
Belastungen für Krankheitskosten sowie von Behindertenpauschbeträgen in Betracht kommen. Erst wenn nach Minderung des steuerpflichtigen Jahresanteils der Rente um die beispielhaft genannten Aufwendungen ein Betrag über dem jährlichen Grundfreibetrag verbleibt, kann eine Steuerbelastung entstehen. Der Grundfreibetrag beträgt in 2013 für Ledige € 8.130 und für zusammenveranlagte Ehegatten € 16.260.

Ob Rentner Steuern zahlen müssen, hängt also von den persönlichen Verhältnissen ab. Entscheidend kann auch
sein, ob neben der gesetzlichen Rente weitere Einkünfte, zum Beispiel aus Vermietung und Verpachtung,
bezogen werden. Liegt der jährliche Gesamtbetrag aller Einkünfte über dem Jahresgrundfreibetrag, ist  
grundsätzlich bis zum 31.5. des Folgejahres eine Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt
einzureichen. Liegt der jährliche Gesamtbetrag der Einkünfte nicht oder nur knapp über dem Jahresgrund-
freibetrag und werden nicht zusätzlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit bezogen, besteht entweder
keine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung oder eine Befreiung von der Abgabepflicht kann
beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

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