Lohnendes Arbeitszimmer

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können grundsätzlich nicht als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abgezogen werden. Hiervon gibt es jedoch Ausnahmen, die für Veranlagungsjahre ab 2007 neugeregelt wurden:

1. Liegt der Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Betätigung im häuslichen Arbeitszimmer, ist ein voller Abzug der Aufwendungen möglich. 

2. Steht für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, ist ein begrenzter Abzug der Aufwendungen bis maximal € 1.250 jährlich möglich. 

Der Begriff des häuslichen Arbeitszimmers ist im Gesetz nicht näher definiert. Allgemein wird jedoch mit dem Begriff des häuslichen Arbeitszimmers ein Raum bezeichnet, der seiner Lage, Funktion und Ausstattung nach in die häusliche Sphäre des Steuerpflichtigen eingebunden ist und vorwiegend der Erledigung gedanklicher, schriftlicher, verwaltungstechnischer oder organisatorischer Arbeiten dient. Dabei ist es unerheblich, ob sich das häusliche Arbeitszimmer in einer gemieteten oder eigenen Wohnung bzw. in einem gemieteten oder eigenen Haus befindet. Eine private Mitbenutzung des häuslichen Arbeitszimmers von unter 10% ist unschädlich. 

Zu den abzugsfähigen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer gehören  insbesondere Miete, Gebäudeabschreibung, Reparatur- und Renovierungskosten, Schornsteinfegergebühren, Reinigungskosten, Grundsteuer, Müllabfuhrgebühren, Gebäudeversicherung sowie Wasser- und Energiekosten. Soweit die Kosten dem häuslichen Arbeitszimmer nicht direkt zugeordnet werden können, sind die Kostenanteile zu schätzen. Dies erfolgt in der Regel über das Verhältnis der Fläche des häuslichen Arbeitszimmers zu der Wohnfläche, also ohne Zubehörräume, wie Keller, Dachboden oder Garage. 

Ebenfalls abzugsfähig sind die Kosten der Ausstattung des Arbeitszimmers, wie z.B. Tapeten, Wandfarbe, Fußbodenbelag, Gardinen oder Lampen. Arbeitsmittel, wie z.B. Schreibtisch, Stuhl, Regal, Aktenschrank oder Computer gehören zu den separat abzugsfähigen Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben und unterliegen nicht den Beschränkungen der Abzugsfähigkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. 

Nutzen mehrere Personen das Arbeitszimmer gemeinsam (z.B. Ehegatten) und gilt  der beschränkte Abzug in Höhe von € 1.250, ist der Höchstbetrag entsprechend der Nutzungsanteile aufzuteilen. Der Höchstbetrag kann insgesamt nur einmal geltend gemacht werden (keine Verdopplung oder Vervielfachung). Dagegen kann bei nicht ganzjähriger Nutzung des Arbeitszimmers der Höchstbetrag in voller Höhe in Anspruch genommen werden. Er ist in diesem Fall nicht zeitanteilig zu kürzen.

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