Sonnige Aussichten

Um die Vorteilhaftigkeit einer Fotovoltaikanlage zu nutzen, sollten die steuerlichen Auswirkungen nicht außer Acht gelassen werden, die im Nachfolgenden kurz zusammengefasst werden:    

Inhaber einer Fotovoltaikanlage, die den erzeugten Strom an ein Energieversorgungsunternehmen (EVU) verkaufen, begründen damit steuerlich einen Gewerbebetrieb, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Sie sind verpflichtet, die Aufnahme dieser gewerblichen Tätigkeit gegenüber dem Finanzamt anzuzeigen. Eine Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt ist bei einer Anlage bis ca. 30 qm Solarzellenfläche nicht erforderlich. 

Der Gewinn kann bis zu einem Betrag in Höhe von € 50.000 durch eine einfache Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben im jeweiligen Jahr ermittelt werden, so genannte Einnahmenüberschussrechnung. Insbesondere in den ersten Jahren der Stromerzeugung und des Weiterverkaufs an ein EVU wird sich jedoch ein Verlust ergeben. Dieser kann mit anderen positiven Einkünften, z.B. aus der Arbeitnehmertätigkeit, verrechnet werden und mindert somit die Steuerlast.

Betriebseinnahmen sind alle Erlöse und Wertzugänge, die mit dem Betreiben einer Fotovoltaikanlage im Zusammenhang stehen. Das sind insbesondere die Einspeisevergütung des EVU und die Umsatzsteuererstattung vom Finanzamt. Betriebsausgaben sind alle Aufwendungen, die durch das Betreiben der Fotovoltaikanlage veranlasst sind. Hierzu zählen die laufenden Betriebskosten der Fotovoltaikanlage, wie z.B. Wartung, Versicherung und Instandhaltung, Schuldzinsen für eine finanzierte Fotovoltaikanlage sowie die ans Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer. Die Anschaffungskosten der Fotovoltaikanlage sind verteilt auf eine Dauer von 20 Jahren als Betriebsausgaben zu berücksichtigen. Hinsichtlich der Abschreibung besteht unter bestimmten Voraussetzungen zudem die Möglichkeit eine Sonderabschreibung in Höhe von bis zu 20% der Anschaffungskosten in Anspruch zu nehmen.  

Zu beachten sind die umsatzsteuerlichen Regelungen beim Betreiben einer Fotovoltaikanlage. Die Mehrzahl der Inhaber einer Fotovoltaikanlage wird unter die Kleinbetragsregelung fallen. Das bedeutet, dass bis zu einem jährlichen Umsatz von € 17.500 keine Umsatzsteuer aus dem Stromverkauf an das Finanzamt abzuführen ist. Daraus folgt aber auch, dass die im Zusammenhang mit dem Betreiben der Fotovoltaikanlage an andere Unternehmer gezahlte Umsatzsteuer nicht vom Finanzamt erstattet wird. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten ist es jedoch oft vorteilhafter auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung zu verzichten, um dadurch die gezahlte Umsatzsteuer erstattet zu bekommen. Dies hat zur Folge, dass der Betreiber einer Fotovoltaikanlage dem EVU zusätzlich Umsatzteuer in Rechnung stellen und an das Finanzamt abführen muss. Dafür kann der Inhaber einer Fotovoltaikanlage die Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen beim Finanzamt geltend machen. Zu beachten ist, dass der Verzicht auf die Anwendung der Kleinebetragsregelung für mindestens 5 Jahre gilt und regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen sowie eine Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben sind.

Eine Gewerbesteuerpflicht wird sich bei kleineren Fotovoltaikanlagen in der Regel nicht ergeben, weil für die Gewerbesteuer ein Freibetrag in Höhe von jährlich € 24.500 gilt.          

 

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